Eingewöhnungszeit

Aller Anfang ist schwer!
Dieser Zeit widmen wir uns sehr sorgsam und ausführlich. Schon im Vorfeld gibt es einen ausführlichen Informationsaustausch mit den Eltern. Im Anschluss bekommt jedes Kind eine persönliche Einladung. Dem Team ist es bewusst, dass es meist für Eltern und Kind die erste Erfahrung mit einer so regelmäßigen und langfristigen Trennung voneinander ist. Es werden maximal zwei Kinder zur selben Zeit eingewöhnt und in der Regel werden zwei Eingewöhnungswochen für jedes Kind eingeplant.

Die ersten drei Tage soll ein Elternteil beim Kind bleiben. Dabei wird genau beobachtet wie sich das Kind verhält. Gleichzeitig wird von unserer Seite die Kontaktaufnahme zum Kind begonnen und intensiviert. Nach angemessener Zeit sollen sich die Eltern immer mehr in den Hintergrund begeben. Von dem Kind wird nicht erwartet, dass es sich nun allen Kindern und dem Personal öffnet. Sollte sich das Kind einer bestimmten Person des Teams besonders annähern, wird sich diese auch verstärkt als Bezugsperson in der Eingewöhnungszeit einsetzen.

Als nächster Punkt wird die Trennung geübt. Die Eltern sollen nun für eine Viertelstunde die Räume verlassen, wobei ein telefonischer Abruf möglich sein muss. Wichtig ist uns, dass das Kind die Verabschiedung auch wahrnimmt. Um dem Kind mehr Sicherheit zu geben, ist kein Wegschleichen erlaubt. In Absprache werden nun täglich die Trennungszeiten erweitert. Sollte ein Kind sehr stark unter der Trennung leiden, wird das Elternteil sofort zurückgerufen. Im weiteren Verlauf wird dann vermehrt die Verabschiedung geübt und die Verweildauer individuell angepasst.

Aus der Erfahrung heraus, ist eine achtsame Eingewöhnung die Basis für das weitere Arbeiten mit dem Kind.

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